Geschichte
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Funktion
Die Wahrzeichen Mallorcas erkennt man schon im Landeanflug auf die Insel. Sie sind romantische Wahrzeichen. Rund 500 dieser alten Mühlen gibt es noch auf der Insel. Im Anflug auf Mallorca erkennt man sie erst als Miniaturen und dann erscheinen sie in voller Größe und Vielzahl. Viele verfallene Mühlen wurden in den vergangenen Jahren und werden z. Z. noch renoviert um ihren Bestand als Wahrzeichen der Insel zu sichern. Manche wurden auch wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt und fördern wieder Wasser. Der Verfall der Mühlen begann Anfang des 20. Jahrhunderts.
In Monturi gibt es einen kleinen Mühlenpark (Es Molinar) zu besichtigen. In Betrieb wären die Mühlen durchaus noch konkurrenzfähig, manche Exemplare förderten bis zum 20.000 Liter Wasser aus den Tiefen der Erde. Nun kümmert sich auch die balearische Landsregierung um den wertvollen Kulturschatz, welcher dort vor sich hin rottet. Sie stellt Millionenbeträge zur Erhaltung der romantischen Wahrzeichen Mallorcas zur Verfügung. Sogar von wirtschaftlicher Nutzung ist jetzt die Rede. Wie schon in früheren Zeiten sollen sie Grundwasser fördern, welches in Becken gesammelt wird um im Sommer einen Teil der Felder damit zu wässern. Für die Touristen und Mallorcaliebhaber erscheinen sie in leuchtenden Farben auf Postkarten und Urlaubsfotos. Sie sind und bleiben ein romantisches Wahrzeichen der Insel.
Windmühlen auf Mallorca haben eine lange Tradition. In der Vergangenheit galten sie als ein wichtiger Bestandteil der mallorquinischen Landwirtschaft und kennzeichnen noch heute das Landschaftsbild der spanischen Balearen-Insel. Mit Ausnahme der griechischen Mittelmeerinsel Kreta befinden sich weltweit nirgendwo so viele Windmühlen auf einer Fläche wie auf Mallorca. Ihre Verbreitung auf der Insel ist jedoch recht unterschiedlich. Viele der Mühlen weisen einen Zustand des Verfalls auf, einige, meist das Ortsbild prägende, wurden restauriert.
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Geschichte
Der Ursprung der mallorquinschen Windmühlen ist umstritten. Die Perser sollen bereits im 7. Jahrhundert Windmühlen entwickelt und im Mittelmeerraum verbreitet haben. Danach übernahmen die Araber die praktische Bauweise dieser Mühlenart und brachten sie im Zuge der Expansion des Islam Richtung Westen auf die Iberische Halbinsel. Es wird angenommen, dass auch auf Mallorca schon vor der christlichen Eroberung der Insel im Jahre 1229 Windmühlen gestanden haben.

Bezirk El Molinar um 1890
Erste Belege für Getreidemühlen auf Mallorca stammen aus dem 14. Jahrhundert. Allein im Bezirk El Molinar gab es mehr als 50 Mühlen. Ihre Blütezeit erlebten die Windmühlen, in denen Olivenöl gepresst und Getreide gemahlen wurde, im 17. und 18. Jahrhundert. El Molinar heute noch als Fischerdorf vor den Toren Palmas bekannt. Einst stand hier eine lange Reihe von Mühlen, die diesem Dorf ihren Namen gaben.
Damals gab es rund 1.000 dieser Mühlen, verstreut über die gesamte Insel. Die meisten der erhaltenen Exemplare, die Grundwasser zu Tage fördern um die Felder zu bewässern, stammen jedoch aus dem 19. Jahrhundert.
Die älteste Wassermühle wurde 1845 erbaut und steht heute noch in der Ebene von Sant Jordi in der Nähe des Flughafens von Palma. Auch in Sa Pobla, Muro und Campos sind noch gut erhaltenen Mühlen zu finden. Obwohl die Windmühlen ihre ursprüngliche Bedeutung für die Landwirtschaft verloren haben, sind sie ein fester Bestandteil des Kulturgutes der Balearen-Insel. Rund 3.300 dieser Bauwerke befinden sich noch auf Mallorca.

Windmühle am Flughafen Palma
Die Windmühlen prägen bis heute das Landschaftsbild der Ebenen der Insel. Charles Wood beschrieb die mallorquinischen Windmühlen 1888 in seinen "Briefen aus Mallorca" wie folgt: "Die seltsamen Windmühlen von Mallorca... sie haben sechs Flügel anstatt vier, was sie eigenartig und unvertraut aussehen lässt." Und weiter: "Dazu gleichen die Segel mit ihren Seilen und Tauen der komplizierten und verwickelten Takelage eines Schiffes."
Von den rund 2.500 Wasserfördermühlen ist heute nur noch ein Bruchteil in Gebrauch. Die Flügel der älteren Getreide- und Salzmühlen, die bis ins 20. Jahrhundert hinein genutzt wurden, stehen bis auf ein Exemplar gänzlich still..
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Funktion
Bei der für Windmühlen genutzten Energie handelt es sich um die kinetische Energie bewegter Luftmassen in der Atmosphäre, die durch Luftdruckgegensätze infolge von Temperaturschwankungen und Erdrotation entstehen. Sie ist damit auch eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt zu den erneuerbaren Energien. Die Windenergie-Nutzung durch eine Windmühle ist eine der ältesten Formen, Energie aus der Umwelt zu schöpfen, und war bereits im Altertum weit verbreitet.
Technisch gesehen ist eine Windmühle eine Vorrichtung, die die im Wind enthaltene kinetische Energie als mechanische Kraft nutzbar macht. Dazu entnehmen Windmühlen mit ihren Flügeln aus dem Wind die Energie und wandeln diese in Rotationsenergie um. Hierfür müssen die Flügel so in den Wind gedreht werden, dass dieser von vorn auf die Flügel trifft und sie in Bewegung versetzt werden. Die auf diesem Weg gewonnene Rotationsenergie wird über eine Flügelwelle in das Mühlengebäude geführt.
Quelle: Wikipedia
und Spanien Lexikon