Eines der schönsten Ferienorte der Mittelmeerinsel Mallorca ist das Dorf Valldemossa. Seine Berühmtheit erhielt der Ort durch den kurzen Aufenthalt des Künstlerpaares George Sand und Frederic Chopin Im Winter 1838/39 und zählt seitdem zu den häufigst besuchten Sehenswürdigkeiten der Insel. Valldemossa hat ca. 1.750 Einwohner und liegt ca. 17 km nördlich der Hauptstadt Palma. Es liegt etwas versteckt in einem 420 m hohen Tal der Sierra de Tramontana und ist daher bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Der mächtigste Berg von den in der Umgebung liegenden Bergen ist der "Es Teix" mit 1.062 m. 1783 wurde die Landstraße ausgebaut und man seitdem den Ort Valldemossa ohne anstrengende Kurbelei von Palma aus erreichen. Schon in früheren Jahren hatten die reichen Gutsbesitzer und auch die Kartäusermönche den Bau der Straße gefordert. Vor dem Ausbau konnte man den Ort nur über riskante Wege über die Berge ansteuern. Von Palma kommend, kommt man automatisch auf einen großen Parkplatz. Da der Parkplatz gebührenpflichtig ist, sollte man genügend Kleingeld dabei haben. Von dem Parkplatz aus erreicht man nach einem 5-minütigen Fußweg die Kartause "Sa Cartoixa" . Auf dem großen Platz mit schattengebenden Bäumen liegen mehrere Cafés. Hier kann man viele Touristen treffen. Hoch auf einem Hügel findet man die frühere Burg, die von König Jaume II 1308 auf den Trümmern einer alten, maurischen Festung erbaut wurde. Heute befindet sich dort das Kloster. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Burg zu einem Palast umgebaut und aufgrund der Umbauarbeiten aus dem 17. und 18. Jahrhundert entstand dann das ehemalige Kloster. Die Kartäusermönche lebten bis zum Jahr 1835 in diesem Kloster. Die in dem Kloster vorhandenen Zellen gehören auch jetzt noch den reichen Bürgern. Auch die im Jahr 1751 erbaute Kirche gehört zum Kloster und in ihr befinden sich die Werke des berühmten Bildhauers Adrian Ferran. Die Kuppel wurde von dem Kartäusermönch Manuel Bayeu gestaltet. Kostbare Messegewänder werden in der dortigen Sakristei gezeigt. Die größte der Klosterzellen bewohnte der Abt des Klosters. In einer großen Bibliothek kann man die schönen Gemälde, Keramiken und auch die alten Schriftstücke bestaunen.
Bekannt ist das Bergdorf Valldemossa auch dadurch, dass der polnische Komponist Frédéric Chopin den Winter 1838/39 dort mit der französischen Schriftstellerin George Sand verlebte. Diese schrieb später über diesen Winter mit Chopin das Buch Ein Winter auf Mallorca, in welchem sie die Landschaft sehr malerisch beschreibt. In dieser Zeit lebten sie in einem ehemaligen Kartäuserkloster, der Kartause von Valldemossa von 1399. Ihren Aufenthalt mussten sie bereits nach zwei Monaten wieder abbrechen, weil Chopins Krankheit (Tuberkulose) sich verschlechterte.
Trotz dieses kurzen Aufenthaltes der beiden Berühmtheiten besuchen heute jährlich weit mehr als 100.000 Touristen das Dorf, nicht zuletzt um die Räumlichkeiten zu besichtigen, in denen Chopin und Sand gelebt haben. Das ehemalige Kloster ist für Besucher umgebaut: Es werden typische mallorquinische Gegenstände und "Chopin-Reliquien" ausgestellt.
Der Palacio del Rey Sancho liegt außerhalb des Klosters und verfügt über einen massiven Verteidigungsturm. Im 15. Jahrhundert wurde der frühere Palast als Kloster genutzt und heute werden dort nur noch Folkloreveranstaltungen aufgeführt. Einen schönen Ausblick auf den Ort Valldemossa hat man von der Terrasse hinter der Kartause. Hat man sich das Kloster angeschaut, lohnt sich ein kleiner Spaziergang durch die ruhigen Gassen des Dorfes, wo fast alle Häuser blumengeschmückt sind. Der Heiligen Catalina Tomas wurde die kleine Pfarrkirche San Bartolome gewidmet. Die Heilige wurde 1531 in Valldemossa geboren und war später Nonne. Mit nur 43 Jahren verstarb sie an Tuberkulose und wurde im Jahr 1930 heilig gesprochen. In Valldemossa befindet sich auch das Kulturzentrum Costa Nord, welches auf Initiative des amerikanischen Schauspielers Michael Douglas entstand. Es bietet Informationen über die Natur der Serra de Tramuntana, dem Gebirge im Nordwesten Mallorcas, sowie über regelmäßig stattfindende kulturelle Veranstaltungen.
Spezialitäten des Bergdorfs sind ein aus Mandeln hergestelltes Erfrischungsgetränk und eine Art Gebäck aus Kartoffeln.